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Stahl-Brandschutzbeschichtungen im Überblick | Wirkungsweise

Stahlbrandschutzbeschichtungen — Wirkungsweise

Im Brand­fall schäumt der Dämm­schicht­bild­ner bei Erre­ichen ein­er Tem­per­atur von etwa 120 bis 200 °C unter großer Vol­u­men­zu­nahme auf und bildet einen sta­bilen fein­pori­gen Kohlen­stoff­schaum. Dieser Vor­gang wird auch als Intu­meszenz beze­ich­net.

Auf­grund sein­er sehr gerin­gen Wärmeleit­fähigkeit isoliert der Kohlen­stoff­schaum das Bauteil, sodass sich dieses langsamer erwärmt und sich der Zeitraum bis zum Erre­ichen der kri­tis­chen Tem­per­atur (Tkrit) von etwa 500 bis 750 °C ver­längert.

Als Haupt­pro­dukt entste­ht durch die Tem­per­a­turein­wirkung eine anor­gan­is­che Schicht aus Titan-Phos­phat­en, welche eben­falls eine sehr niedrige Wärmeleit­fähigkeit aufweist.

Als Neben­pro­duk­te entste­hen Kohlen­diox­id und Wass­er. Daneben wer­den im Brand­fall min­i­male Men­gen von Ammo­ni­ak, Kohlen­monox­id und Stick­ox­i­den freige­set­zt. Auf­grund ihrer sehr gerin­gen Konzen­tra­tion kön­nen diese jedoch im Ver­gle­ich zu den Reak­tion­spro­duk­ten der eigentlichen Brand­las­ten ver­nach­läs­sigt wer­den und stellen keine umwelt- und gesund­heit­srel­e­vante Gefahr dar.

Damit der Dämm­schicht­bild­ner im Ern­st­fall seine volle Wirk­samkeit ent­fal­ten kann, dür­fen angren­zende Bauteile das Auf­schäu­men nicht behin­dern. Zur Ver­mei­dung ein­er Wärmeüber­tra­gung sind auch anschließende Stahlkon­struk­tio­nen ohne Feuer­wider­stand­sklasse auf ein­er in DIN 4102 fest­gelegten Länge (min. 30 cm) eben­falls zu beschicht­en.

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